Erziehungskonzept

Handygaragen, Poweraufsichten und Pünktlichkeitskontrollen führen wieder zum konzentrierten Lernen

Ständige Probleme mit den Handys, unpünktliches Erscheinen zum Unterricht und vieles Mehr, das Kollegium der Schule im Allertal in Winsen wollte diese Entwicklung und nicht mehr so hinnehmen und so steuert man nun massiv dagegen: Mit Erfolg!     

Erste große Pause: Überall auf dem Schulgelände am Meißendorfer Kirchweg sieht man Lehrkräfte mit gelben Westen, statt der normalen sechs Aufsichten sind alle cirka achtzig anwesenden Lehrerinnen und Lehrerinnen auf dem Schulgelände unterwegs, sprechen mit den Schülerinnen und Schüler, weisen sie auf die Regeln des gemeinsamen zusammen Arbeitens hin oder sind Ansprechpartner für die Anliegen der Kinder. 

Es klingelt das erste Mal zum Unterricht: Die meisten Schülerinnen und Schüler setzen sich in Bewegung, um in die Klassenräume zu gehen. Dann klingelt es das zweite Mal, eigentlich sollte nun der Unterricht beginnen. Beim Gebäude D, dort sind die Fünft- und Sechstklässler untergebracht, klappt es hervorragend, der Teilschulhof ist leer, alle sind in den Unterrichträumen des Gebäudes. Auch am Gebäude C, dort werden die Neunt- und Zehntklässler des Haupt-, Realschul- und Gymnasialzweiges beschult, ist der Schulhof fast leer. Einige wenige Schülerinnen und Schüler wollen noch schnell durch die Seitentüren ins Gebäude huschen, aber da sind die Türen verschlossen: Wer jetzt noch ins Gebäude will, muss den Haupteingang benutzen und dort steht Schulleiter Bodo Theel mit einer Kollegin und schreibt die Namen der Nachzügler auf. Die erste Verspätung hat noch keine Folgen, beim zweiten Mal wird die Schülerin, der Schüler schon eindringlicher auf die Wichtigkeit von Pünktlichkeit hingewiesen und wer es dann immer noch nicht gelernt hat, bekommt beim dritten Mal einen Tadel und die Eltern einen Brief nach Hause. Die meisten Eltern unterstützen die Pünktlichkeitsinitiative der Schule, weil sie oftmals dieselben Probleme mit ihren Kindern auch Zuhause haben, wissen sie doch, wie wichtig es später in der Arbeitswelt ist pünktlich zu sein. 

Eine weitere wichtige dritte Säule im Erziehungskonzept der Schule im Allertal sind die Handygaragen. Klingelte früher häufigere mal ein Handy im Unterricht, waren die Kinder unkonzentriert, weil sie eine Nachricht von der Freundin, dem Freund oder gar ihren Eltern  erwarteten, ist dieses Problem heute an der Schule kein Thema mehr: Wenn die Pause vorbei ist und die Schülerinnen und Schüler den Klassen- oder Fachraum betreten, stecken sie ihr Handy in die dafür vorgesehenen „Handygaragen“ neben der Tafel und der Unterricht wird nicht mehr gestört und kann wesentlich konzentrierter durchgeführt werden.

Schulleiter Bodo Theel ist hoch zufrieden mit den Neuerungen: „Bereits die ersten Monate haben gezeigt, dass ein deutlich entspannteres Klima und konzentrierteres Arbeiten an unserer Schule festzustellen ist. Auch nehmen die Schülerinnen und Schüler uns Lehrkräfte nun als eine Einheit war, die zusammensteht und die die unverhandelbaren Regeln der Schule auch umsetzt. Dabei sagen wir `Ja` zu unseren Schülerinnen und Schülern aber setzen auch ein klares `Nein` bei Regelverstößen entgegen! Wir erfahren sehr viele positive Rückmeldungen für unser neues Erziehungskonzept, dass durch den Schulelternrat und unsere Gesamtkonferenz mit sehr großer Mehrheit verabschiedet wurde!“