Politik hautnah

Politik hautnah – Landtagsabgeordneter Jörn Schepelmann zu Besuch

Bild: D. Sauerbier

Wie lange arbeitet ein Politiker? Warum gibt es kaum noch Hauptschulen? Wann bekommen wir Tablets in der Schule? – Diesen und noch vielen weiteren Fragen stellte sich kürzlich der Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann aus Eicklingen. Der CDU-Politiker folgte der Einladung der Politiklehrer Frau Sinagowitz und Herr Sauerbier, die ihren siebten Klassen damit Politikunterricht hautnah bieten konnten.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten keinerlei Scheu gegenüber dem jungen Nachwuchspolitiker, sondern löcherten ihn förmlich mit Fragen aus allen Bereichen – nicht nur den Zuständigkeiten des Landtagsabgeordneten. Das jedoch schien ihm überhaupt nichts auszumachen. Schepelmann beantwortete alle Fragen und gab auch zu, wenn er einmal keine Antwort parat hatte, wie z.B. auf die Frage, warum die Kurden kein eigenes Land haben.

Bild: D.Sauerbier

Auf die Frage, was er von der AfD halte, erwiderte der Politiker diplomatisch: „Die AfD brauche ich nicht. Aber sie ist gewählt worden und das akzeptiere ich. Aber gut finde ich es nicht.“ Neben der Frage nach politischen Gegnern und Verbündeten, der Voraussetzung, um Politiker zu werden und seiner Arbeit im Landtag und seinem Alltag allgemein als Politiker zeigten sich die Jugendlichen sehr interessiert und aufgeschlossen. „Das war mal etwas anderes“, sagte eine Schülerin aus der 7b. „Und richtig spannend, einen echten Politiker bei uns zu haben“, pflichtete ihr ein Mitschüler der Parallelklasse bei. „So macht Politikunterricht noch mehr Spaß“, gab ein weiterer Schüler zu und auch Oberschuldirektor Bodo Theel freute sich über den Besuch aus dem Landtag. So würden die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Politik nicht nur im Schulbuch stattfindet, sondern von realen Menschen gelebt wird, die so unser Zusammenleben mitgestalten.

Dazu Schepelmann: „Toll, dass die Jugendlichen ein so breites Interesse an politischen Themen zeigen“, lobte er die Schüler, „mir hat es richtig Spaß gemacht!“ Und eine Aufforderung hatte er am Ende auch noch parat: „Geht bitte unbedingt wählen, wenn Ihr alt genug seid!“ (mit 16 zu Kommunalwahlen).

Von Stephanie Sinagowitz