Schulsanitäter

Diese Schule ist ein Ort, an dem die Schüler nicht nur brav jede Minute in einem Klassenraum auf ihren Stühlen sitzen und die Lehrer vorne an ihrem Pult, sondern es wird gerannt, gespielt, Sport getrieben, Zeit miteinander verbracht. Und das heißt, dass es auch immer wieder Unfälle und Verletzungen gibt. Ob kleine,  wie Nasenbluten oder ein Ratscher – , ob größere wie ein gebrochenes Bein beim Sprung über den Bock – , ob ein Nervenzusammenbruch wegen einer zerbrochenen Freundschaft oder eines verlorenen Volleyballspiels…. – wir sind da!            

Wir, die Schulsanitäter und Sanitäterinnen.

Es gibt uns schon viele Jahre, die Lehrerin, die die Sanitätergruppe aufbaute, ist schon lange nicht an der Schule, aber wir machen unsere Arbeit nach wie vor.

Unsere Zusammensetzung wechselt in jedem Schuljahr – Schüler kommen neu zu uns, andere müssen uns verlassen. Ab Klasse 8 kann man bei uns mitarbeiten, denn ein bisschen Verantwortung ist es schon, die man dann übernimmt. Deshalb darf man auch im Sozialverhalten keine schlechte Bewertung haben, das ist klar.

Wer Interesse hat, kann hier an der Schule einen normalen Erste-Hilfe-Schein erwerben (z.Zt. für 37,50 €, die übliche Kursgebühr beim DRK), Frau Ripke, die aktuelle Betreuerin der Gruppe, ist Ausbilderin beim Roten Kreuz und macht das selber. 

Immer wieder im Laufe der letzten Jahre haben wir unsere Organisation dem Wachsen der Schule angepasst – von der schlichten Lautsprecher-Durchsage der ersten Jahre über eine kurze Zeit des Sanitäter-Handys werden wir inzwischen über unser eigenes Handy zum Notfall gerufen. Jeder Sanitäter erhält einen Ausweis, der ihn berechtigt, zu seinen Dienstzeiten  auch während des Unterrichts das Handy auf dem Tisch liegen zu haben. 

Und wenn es klingelt…. Dann geht´s los!    

 Im Team,  zu zweit, werden Pflaster geklebt, Verbände gewickelt, wird der Krankenwagen gerufen und im Extremfall wird beatmet – und vor allem:  wir sind da, betreuen euch, hören euch zu. Dienst hat man im Schnitt – wenn es genug Sanis gibt – an einem Tag in der Woche. Die dann ausfallende Unterrichtszeit  muss natürlich selbstständig nachgeholt werden, aber das klappt eigentlich gut. 

Dazu kommen dann „Extras“ wie Dienst bei den Bundesjugendspielen, den Volleyball- oder Brennballturnieren.

  Einmal im Monat treffen sich alle in der 8./9. Stunde zu einer verpflichtenden Übungsdoppelstunde, schließlich ist regelmäßiges Üben wichtig für ein sicheres Arbeiten.

Und zu guter Letzt wird dann die Arbeit als Schulsanitäter auch auf dem Zeugnis bescheinigt und zeigt so jedem künftigen Arbeitgeber die Einsatzbereitschaft des Schülers.

Wer Interesse hat…. Ihr seid willkommen!